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Seniorenferien 2014

Seniorenferien

Seniorenferien der reformierten Kirchgemeinden Weisslingen und Kyburg in Sils-Maria vom 23.-30.08.2014


Siebzehn SeniorInnen und fünf Begleiterinnen in einem Vierstern-Hotel in Sils-Maria. Wir staunen über die Speisenamen: "Pochierter Saibling auf Sauerrahm-Minz-Spaghettini".

Der Samstag war der Tag der Hinreise mit einem Mix aus Wolken, Nebel, Sonnenfetzen. Das Ankommen im Hotel ging einfach. Die meisten SeniorInnen waren hier schon ein Jahr zuvor gewesen. Aufgrund der Veränderungen beim Wisliger Pfarramt durch den Weggang von Pfarrer Daniel Rüegg, begleitete von Pfarrerseite her lediglich die Kyburger Pfarrerin Christina Reuter die Silser-Woche. Hingegen war das Begleitteam das alte geblieben: Elsie Diethelm, Kathrin Gsteiger, Romi Kuhn und Laura Gulmini. Erstes Abendessen hier oben: Wer will das "Pilzpannacotta mit Wildschweinschinken und Cumberlandsauce" versuchen?

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Am Sonntag dann der traditionelle Gottesdienstbesuch in einer Engadiner Kirche. Pfarrer Urs Zangger gestaltete den Gottesdienst mit Taufe in Silvaplana mit einer Geschichte über einen gütigen König, der sich jeden Tag Zeit für ein Gespräch mit Gott in einem absolut leeren Raum nahm. Dorther hatte er seine Kraft für sein Amt. Nachmittags waren drei Gruppen unterwegs und genossen je die Sonnenstrahlen. Der Silsersee war das Ziel und danach natürlich ein Café. Abends erwartet uns eine "Geschmorte Kaninchenkeule mit Sforzatojus und Gemüsetagliatelle".

Auf den Montag setzte man viele Hoffnungen. Das Wetter hielt aber die Versprechen nicht. Dennoch war die Wanderung von Muottas Muragl nach Alp Languard gelungen. Zu acht marschierte diese eine Gruppe drei Stunden dem Höhenweg entlang. Eine andere Gruppe war am St.-Moritzer-See. Bei "Schweinsrückensteak Strindberg mit Hirsegratin und Specklinsen" und Spielen wurde der Abend beschlossen.

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Am Dienstag bei schlechtem Wetter – die Nebelhex war im Tal – war Raum für eine weitere Morgenandacht zu Matthias Claudius, dieses Unikum aus dem 18. Jahrhundert, der sein Glück fand in Einfachheit und Zufriedenheit. Die morgendlichen Andachten in dieser Woche kreisten um den Psalm 23 (Der Herr ist mein Hirte) und um das Leben von Matthias Claudius und seiner Frau Rebekka, sein Abendlied "Der Mond ist aufgegangen", den "Wandsbecker Boten" und das Erntedanklied "Wir pflügen und wir streuen". Seinem Sohn Johannes schrieb Claudius im Jahr 1799: "Halte dich zu gut, das Böse zu tun". Abends kamen die SeniorInnen ins Hotel zurück. Sie waren im Verlauf des Nachmittags im Segantini-Museum in St. Moriz gewesen. Kaffee wurde in der Hotellobby genommen. Nach dem Abendessen unter anderem mit "Rehconsommé mit Royal" waren Schieber Jass, Skip Bo und Triominos angesagt. Und das Wetter spielte April. Ständig waren neue Prognosen zu beachten.

Das Programm vom Mittwoch wurde deshalb mehrfach umgeschrieben. Am Schluss ging eine Gruppe nach Bever und machte eine Wanderung für Beine und Augen dem Gravatscha-See entlang. Wir wechselten zwischen Schirm und Sonnenbrille. Der Inn ist "milchgrün", sagte eine Seniorin. Eine andere Gruppe besuchte eine Führung im Nietzsche-Museum und liess von Furtschellas aus den Blick tief ins Tal schweifen. Manches Blümli wurde hier entdeckt. Und es wurde gewitzelt über Nietzsches Wetterkommentar aus dem Jahr 1888: "Das Wetter, das ich hier oben fand, war nicht das, welches ich suchte." Gegen Abend zeigte sich der aprilhafte August dann aber so schön wie eine Postkarte. Der "Tilapia mit Dillsauce und Randenpüree" schmeckte ausgezeichnet.

Seniorenferien

Höhepunkt der Woche bildete der königliche Donnerstag. Das Postkartenwetter hatte sich über Nacht erhalten, ja, war sogar noch schöner geworden. Fast alle liessen sich von einem Pferdefuhrwerk mit hellen Glöckchen ins Fextal bringen. Einige hatten "retour" gebucht, einige marschierten den Weg zurück nach Sils. Immer wieder hörte man Kommentare: "Das war schön". Das Gala-Diner im Hotel krönte den Tag – und zum Dessert "Philadelphia-Tarte mit Orangenfilets".

Der letzte volle Tag hier oben: Der Freitag begann mit Nebel, wurde sonnig und war dann wieder zunehmend bewölkt. Die eine Gruppe sah von der Alp Grüm ein bisschen ins Puschlav hinab. Die andern hatten nach der Andacht gut Zeit, am morgendlichen Turnen teilzunehmen. Da wurde gestreckt und gereckt. Später war die zweite Gruppe auf dem Corviglia mit Blick auf die Seen und die ganzen Bergketten. Abends gab es das traditionelle und beliebte Lotto mit Preisen. Zuvor aber genoss man das variantenreiche "Dessertbuffet mit dem Feinsten aus der Pâtisserie".

Verhangen und nass war der letzte Morgen, den wir in Sils-Maria verbrachten, der Samstag-Morgen. Da wurde gepackt, letzte Einkäufe getätigt, die Hotellobby und vielleicht auch nochmals der Whirlpool genossen. Nach dem Mittagessen ging es mit dem Car wieder zurück nach Weisslingen und Kyburg. Es war eine schöne Woche.
Pfrn. Christina Reuter

 
Nächste Anlässe:
Stunde der Stille
Am 19.12.2018 um 18:30 Uhr
Kirche Kyburg,
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Gottesdienst in Weisslingen
Am 23.12.2018 um 09:30 Uhr
Kirche Weisslingen, Kontakt via: Pfrn. Christina Reuter
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Heiligabend-Gottesdienst
Am 24.12.2018 um 18:00 Uhr
Kirche Kyburg, Pfrn. Christina Reuter
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